BulletNewsletter
Drucken

Weniger Baugebiete (Grundstücke) - Fluch oder Segen?


Bei den meisten Hausverkäufern stellt sich immer öfter die Frage: Was mache ich, wenn der Kunde kein Grundstück hat? Wie ist die Vorgehensweise, was soll ich tun?

 

Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir weiter ausholen. Zunächst einmal möchte ich dafür die momentane IST-Situation darlegen.

 

Vor einigen Jahren hat die Regierung festgelegt, dass die Flächennutzungspläne eingefroren werden. Dieser Flächennutzungsplan beschreibt die Grenzen einer Stadt und einer Gemeinde, beziehungsweise die Grenzen zwischen Industrie-, Misch- und Wohngebieten. Dies hat die Regierung mit dem Hintergrund getan, dass wir uns geografisch nicht mehr ausweiten sollen, sondern stattdessen auf vorhandenen Flächen eine Nachverdichtung erfolgen soll. Studien sagen, dass bis zum Jahre 2030 der pro-Kopf-Quadratmeterbedarf von heute 43m² auf 53m² steigen wird und gleichzeitig die Einwohnerzahl Deutschlands von 83 Millionen auf 78 Millionen Einwohner sinken wird. Dies hat zur Folge, dass wir zusätzlich mehr als 500 Millionen Quadratmeter Wohnfläche in Deutschland brauchen. Dies wird nur durch eine Nachverdichtung möglich. Zudem beobachten wir eine sogenannte Landflucht. Die Bevölkerung zieht immer stärker von ländlichem Raum in die Großstädte. Dies hat wiederum zur Folge, dass Angebot und Nachfrage den Preis regeln. Somit werden in den Städten Wohnraum und Grundstücke immer knapper und somit teurer. Auf der einen Seite haben wir auf dem Land noch genügend Neubaugebiete und Wohnraum zur Verfügung und auf der anderen Seite haben wir in den Städten wenig, beziehungsweise es fehlen insgesamt die freien Baugrundstücke.

 

Auf den ersten Blick sieht es nahezu unmöglich aus, in den Ballungsgebieten an Baugrundstücke zu kommen. Für viele ist deshalb nicht nachvollziehbar, warum die Regierung die Grenzen des Flächennutzungsplans eingefroren hat, wenn wir doch immer mehr Grundstücke benötigen. Auf der anderen Seite gibt es allerdings eine ganz einfache Erklärung dafür. Betrachten wir einmal die Wertentwicklung beziehungsweise die Werthaltigkeit eines Hauses. Heute wird die Wertigkeit des Hauses durch die Energieeinsparungsverordnung bestimmt. Diese Kriterien legen fest, nach welchen energetischen Kriterien die Häuser gebaut werden müssen. Selbiges hat auch zur Folge, dass ältere und energetisch schlecht dastehende Häuser einen dementsprechenden Wertverlust haben. Man muss dabei natürlich immer ein Haus und das Grundstück dazu getrennt betrachten. Das Haus, isoliert betrachtet, hat einen Wertplus von ca. 2 % pro Jahr, wogegen ein Grundstück eine andere Wertentwicklung hat. Hier gibt es drei Wertentwicklungen. Eine Wertentwicklung, die der Inflation entspricht (Werterhalt), eine, die über der Inflation liegt (Wertsteigerung), und eine, die unterhalb der Inflation liegt (Wertverfall). Genau dort liegt die Chance für uns: alte Häuser abzureißen und neue Häuser zu erstellen; dass wir alte und große Grundstücke in zwei Grundstücke teilen und zwei Häuser darauf bauen. Genau das ist unsere Chance, in Ballungsgebieten Einfamilienhäuser beziehungsweise Doppelhäuser zu bauen. Sehen Sie das als Ihre Zukunftschance.
 
Mehr davon beim nächsten Mal.

« zurück

BulletAuswahl
Ergebnis: 100/100 Newsletter-Artikel
 
weitere 10 anzeigen (von 90)